Der Weg der Mediation

Durch die Mediation wird ein Konflikt nicht entschieden, er wird gelöst.

Nicht ein Dritter entscheidet über richtig oder falsch.

Die Konfliktparteien selbst gelangen über Verhandlungen miteinander zu einer für beide Seiten befriedigenden Lösung. Das auch, wenn sie schon lange und immer wieder versucht haben, über gemeinsame Gespräche zu einem „vernünftigen Ergebnis“ zu gelangen, die eine Konfliktpartei die jeweils andere aber einfach nicht davon überzeugen konnte, dass ihre Auffassung „vernünftig“ und „der einzig gangbare Weg“ ist und schon unzählige Vorschläge gemacht wurden, die alle nicht fruchteten.

Die Situation der Konfliktparteien sieht häufig so aus:

Jeder Konflikt beruht auf einer unterschiedlichen Wahrnehmung des gleichen Sachverhalts. Für die eine Partei ist das Glas Wasser halb leer, für die andere Partei ist es halb voll.

An diesem einfachen Beispiel wird deutlich, dass die Kommunikation und Wahrnehmung von Menschen unterschiedlich ist, sodass es oft zu vorprogrammierten Missverständnissen und zu einer dadurch eintretenden Verschärfung des Konflikts kommt. Es wird mit dem Konfliktpartner diskutiert, aber statt dass es in dem so-und-so-vielten Gespräch endlich zur Klärung und Beilegung des Streits kommt, findet der eine unbeabsichtigt aber dennoch zielsicher den Knopf, der den anderen auf die Palme bringt – die Diskussion führt zum Streit, eskaliert und nichts geht mehr, die Fronten sind verhärtet.

Weil dieser Mechanismus so ist, wie er ist, geht die Mediation folgenden Weg:

Die Mediation entscheidet nicht den Streit sondern sie behandelt ihn. In dem Mediationsverfahren werden die Ursachen des Konflikts erforscht. Nur, wenn die Ursachen des Konflikts herausgearbeitet und bekannt sind, können sie beseitigt und der Konflikt wirklich nachhaltig, also dauerhaft gelöst werden.

Die Mediation bildet beim Finden einer angemessenen Lösung eine Brücke. Der Mediator führt dabei aus der Vergangenheit in die Zukunft, denn es ist wichtig, dass die Medianden bereit sind und sich darauf einlassen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich auf die Gestaltung der Zukunft zu konzentrieren.

Sie und Ihr Konfliktpartner oder Sie und Ihre mehreren Konfliktpartner (beispielsweise mehrere Arbeitskollegen) werden mit meiner Hilfe Ihre Gespräche sehr gut strukturiert führen.

Die Mediation gibt durch ein klar strukturiertes Verfahren ein „Gerüst“, damit die Konfliktparteien in jeder Phase der Verhandlungen in der Lage sind, ihr Ziel, nämlich ein für alle positives Ergebnis, eine wirkliche Lösung des Konflikts zu finden, im Auge zu behalten.

Der Mediator ist dabei weder Entscheider noch Ratgeber. Er leitet das Verfahren und achtet darauf, dass die Konfliktparteien in jeder Phase des Mediationsverfahrens in die Lage versetzt werden, ihrer Lösung des Konflikts immer einen Schritt näher zu kommen.

Der Mediator wird dabei durch spezielle Gesprächstechniken versuchen, die wirklichen Anliegen der Konfliktparteien ans Tageslicht zu befördern, damit der zunächst im Vordergrund liegende und sichtbare Teil des Konflikts nicht mehr einfach nur als unbezwingbarer Berg vor den Konfliktparteien liegt sondern  für alle (be-)greifbar und damit lösbar wird.

Der Mediator ist einzig dafür da, als neutraler, allparteilicher Leiter des Verfahrens die Konfliktparteien, die Medianden, in einem für diese freiwilligen Verfahren Schritt für Schritt in die Lage zu versetzen, eine für sie gute und befriedigende Lösung für ihren Konflikt zu finden.

Hierbei ist es erforderlich, dass wichtige Grundsätze der Mediation eingehalten werden.